Internat Diapason

von Stiftung YOU COUNT

Mutig, mutig

Kaum in Spiez angekommen, waren alle froh, dass der Raum im Hotel Belvédère erstens klimatisiert und zweitens genug gross für die stolze Anzahl von knapp 100 Gästen war. In einem Stationenweg nach dem Motto Level up wurden Produkte ausgestellt, die die Schüler im Verlauf des Schuljahres angefertigt hatten.

Während die Temperatur draussen längst locker die 30-Grad-Grenze überschritten hatte, erreichte das Nervositätslevel bei Canemin um 16:00 Uhr ebenfalls einen Topwert. Mit dem selbst geschriebenen Song «Nicht mehr lang» eröffnete er die Feier mit einem Paukenschlag.

In einem filmischen Rückblick präsentierten die Neunt- und Zehntklässler Ausschnitte aus ihrem Selbstvertiefungsprojekt. Vom Schachturnier über einen Kinoabend im Freien, der mangels Dunkelheit trotzdem in der Wohnstube endete, wurden von den Schülern unterschiedlichste Anlässe organisiert. Dylan, der sich in einer Challenge für eine schwimmende Überquerung des Thunersees entschieden hatte, versprach sogar schelmisch, seinen Anlass mit einer besseren Zeit zu wiederholen.

Mit einem zufriedenen Lächeln nahmen die Schüler ihre Zeugnisse entgegen: «Wieder ein Schuljahr geschafft!» Dieses Jahr erhielten sie dazu noch das Buch «Being Brave», das sie aus Anlass des Jahresmottos Mut selber geschrieben haben. Jeder Schüler hatte eine Geschichte dazu beigetragen. Mut scheint es überall zu brauchen, auf dem Eishockeyfeld, im Wasser, im Wald, im Keller, und sogar ein mutiges Töffli kommt vor.

Ein besonderer Höhepunkt ist die Verabschiedung der Abgänger. Alexandr lebte nicht weniger als 7 Jahre oder 2524 Tage im Diapason und stellte damit einen neuen Rekord auf. Sichtlich gerührt bedankte er sich in seinem Speech bei allen, die ihn auf dem Weg begleitet haben – was passend zum Thema auch ganz schön Mut erforderte beim angehenden Pöstler.

Mit seinem zweiten Song «Ma Jolie» versetzte Canemin das Publikum in Ekstase und sorgte für einen letzten Höhepunkt einer stimmungsvollen Feier. Danach brauchten nur noch diejenigen Mut, die den Apéro auf der erhitzten Terrasse statt im gekühlten Foyer einnahmen.

Wilderswil, 26. Juni 2026

Herbert Roth

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